Unser Leitbild und unsere Ziele

Kurzfassung der Basiskonzeption

1. Allgemeines

Der Verein für Kinderstuben e.V, Solingen, ist anerkannter freier und gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII.
Er ist seit über 45 Jahren in Solingen als Betreiber von Kindertagesstätten tätig.
Derzeit werden drei Einrichtungen / Kindertagesstätten (zertifizierte Familienzentren NRW) sowie ein Grundschul-Ganztagesangebot unter seiner Trägerschaft geführt.
Die drei Kitas sind Stadtteil-Einrichtungen, die ein Angebot für alle Kinder im Umfeld machen (und keine besondere pädagogische Prägung für Kinder aus allen Stadtteilen haben). Sie bieten flexible, bedarfsgerechte Betreuungsangebote und professionelle Bildung und Förderung von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren.
Der Verein ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Der Verein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt.

2. Rechtsgrundlagen

  • SGB VIII Dritter Abschnitt: Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
  • Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kibiz) vom 30.10.2007

3. Grundzüge unserer pädagogischen Konzeption

Leitsätze

Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern beginnen mit der Geburt. In den ersten Jahren lernt ein Mensch so viel, so schnell und so begierig wie in keiner anderen Phase seines Lebens. Lernen bedeutet nicht nur Wissen zu erwerben, sondern vor allem die Fähigkeit, sich das Wissen selbst erschließen zu können.
Dementsprechend ist unser Leitgedanke, dass Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Grundbaustein im Leben eines Kindes sind und entscheidenden Einfluss auf die Lebenswelt aller Beteiligten haben. Unserem Grundsatz „Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder“ folgend, ist es unser Bestreben, Kindern eine möglichst liebevolle und bedürfnisorientierte Betreuung und Förderung zu bieten, um nach Kräften unseren Teil zu einem guten Start ins Leben beizutragen!
Unsere modern eingerichteten und nach geltenden Sicherheitsstandards ausgestatteten Einrichtungen bieten Kindern und ihren Familien einen sicheren Wohlfühlort und verlässliche Strukturen.
Sicherheit und Geborgenheit ermöglichen es den Kindern, ihre größer werdende Welt zu erkunden, eine positive, lebensbejahende Haltung zu bewahren und zu entwickeln sowie Freude am Leben und Spaß am Tun zu haben. Unser pädagogisches Handeln berücksichtigt dabei neueste, allgemein anerkannte pädagogische Erkenntnisse und Ansätze und wird den daraus resultierenden Herausforderungen im Kita - Alltag gerecht. Alle unsere voll ausgebildeten MitarbeiterInnen nehmen an regelmäßigen Weiterqualifizierungsmaßnahmen teil.

Besonderes Augenmerk legt der Verein für Kinderstuben e.V. nicht nur auf die Erfüllung der gesetzlichen Mindeststandards bei der Personalausstattung, Richtlinien der Sprachförderung (Alltagsintegrierte Sprachförderung und Kommunikation) und vielen weiteren Aspekten. Wir bieten darüberhinaus, aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und guter Vernetzung ein umfangreiches und vielfältiges Angebot interdisziplinärer Hilfestellungen mit unseren Netzwerkpartnern.
Dazu zählen:
Die Stadt Solingen
Wohlfahrtsverbände
Krankenkassen
Frühförderstellen und Therapiezentren
Sportvereine, Schulen, Musik- und Volkshochschulen
Bügervereine
Therapeuten
Diese Angebote umfassen beispielsweise Sprechstunden, Beratungen oder Eltern-Kind-Kurse.

Als Grundzüge unseres pädagogischen Handelns in allen Einrichtungen gelten folgende Grundsätze:
Die Einrichtungen des Vereins für Kinderstuben
... stellen "Das Kind in seiner Lebensumgebung" in den Mittelpunkt pädagogischen Handelns
... beobachten, begleiten und fördern jedes Kind individuell
... vermitteln Werte und schaffen Orte, an denen Kinder sich wohl fühlen und zu Hause sind
... arbeiten familienunterstützend
... begleiten Kinder und deren Familien in schwierigen Lebenssituationen
... fördern das gleichberechtigte Zusammenleben verschiedener Altersstufen und Nationalitäten
... verstehen sich ausdrücklich gemeinwesenorientiert als Teil eines sozialen Netzwerks

Darüberhinaus hat jede Einrichtung schon allein aufgrund unterschiedlicher Sozialraumeinbindung ein eigenes Profil, das Sie auf der jeweiligen Internetseite der Einrichtung finden können. Das Gleiche gilt für Fragen wie Eingewöhnungskonzepte, Alltagsablauf, Formen der Elternbeteiligung, Vorschulerziehung, Projekte und Angebote, Bewegung und Kreativität und viele weitere Themen. Bitte schauen Sie auf die Internetseite der jeweiligen Einrichtung bzw. setzen Sie sich mit uns telefonisch in Verbindung. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Kinderrechte und Partizipation

Seit 1. Januar 2012 regelt das Bundeskinderschutzgesetz (BKischG) in der pädagogischen Arbeit die verbindliche Beteiligung von Kindern bei allen Belangen und Entscheidungen, die sie konkret betreffen.
In unserer pädagogischen Praxis wird ein Umfeld geschaffen, indem Beteiligung von Kindern aller Altersklassen ausdrücklich erwünscht und von unseren Fachkräften unterstützt und angeregt wird. Bei der Planung gemeinsamer Projekte und in regelmäßigen Gesprächskreisen bieten wir den Kindern das Recht auf freie Meinungsäußerung, damit sie sich aktiv an Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Kita mitbeteiligen und frühzeitig lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Kinderschutzauftrag

Alle Kindertageseinrichtungen haben einen besonderen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 2 der Vereinbarung zur Wahrnehmung des Kinderschutzauftrags nach § 8a Abs. 2 SGB VIII
Der Schutz dieser Rechte und des Wohls der Kinder ist Bestandteil des gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrages der Kindertageseinrichtung (§ 22 Abs. 3 SGB VIII).
Die Erfüllung dieses besonderen Schutzauftrags liegt uns in allen unseren Einrichtungen besonders am Herzen und wird u.a. durch die entsprechende Qualifizierung eines Teiles unserer Mitarbeiter konsequent umgesetzt.

Gemeinwesenarbeit / Stadtteilbezug

Unsere Kitas wenden sich mit ihrem Angebot an alle Kinder bzw. Familien des Stadtteils. (und haben somit keine besondere pädagogische Ausrichtung, die sich etwa an alle Familien im Stadtgebiet wendet) Alle Kitas sind wichtiger Bestandteil ihres Stadtteils: Der Stadtteil spielt für die Kinder der Einrichtung bei allen Aktivitäten außerhalb der Kita eine wichtige Rolle. So liegt es für uns buchstäblich sehr nahe, uns als Verein wie auch als einzelne Einrichtung an Stadtteilfesten wie auch bei Bürgervereinen zu beteiligen.
Da unsere Kitas auch zertifizierte Familienzentren sind, verfügen wir durch dieses erweiterte Angebotsspektrum in besonderem Maße über Strukturen, die es uns ermöglichen, über die Kitas hinaus in den Sozialraum wirken zu können.

4. Aufnahmekriterien

In unseren Einrichtungen werden Kinder aller Nationalitäten und Konfessionen aufgenommen. Für die Aufnahme in unsere KiBiz-Gruppen führen folgende Kriterien zu einer bevorzugten Aufnahme: Alter des Kindes, Eltern alleinerziehend/ oder in der Ausbildung befindlich, Geschwisterkinder in unseren Kindertageseinrichtungen, Jugendhilfemaßnahmen. Bei der Aufnahme berücksichtigen wir individuelle Voraussetzungen und Lebenslagen von Familien.

5. Hilfe für Kinder und Familien in besonderen Lebenslagen

Die Einrichtungen des Vereins für Kinderstuben e.V. arbeiten, wie dargestellt, zunächst einmal im Rahmen moderner und mit Sorgfalt entwickelter pädagogischer Konzeptionen.
Unsere Kitas haben, da sie allesamt mit Gütesiegel qualifizierte Familienzentren NRW sind, außerdem noch entsprechende, umfassende Angebotsmöglichkeiten.
An dieser Stelle ist noch ein dritter Aspekt hervorzuheben, der in der Entstehungsgeschichte und langen Tradition des Vereins verankert ist.

Vor mehr als 45 Jahren wurde unser Verein von Hans Kümpel gegründet. Der damalige Jugendamtsleiter wollte damit Kinder aus sozial schwachen Familien helfen und Perspektiven auf ein besseres Leben bieten. Diese Idee und seine Umsetzung trug bald Früchte und überzeugte auf ganzer Linie: Solinger Politiker, Unternehmer, Vereine und private Solinger Bürger unterstützten diese anfänglich private Initiative. Durch anhaltende Spendenbereitschaft konnte immer mehr sozial benachteiligten Kindern geholfen werden.
Der inzwischen über die Grenzen Solingens hinaus bekannte „Zöppkesmarkt“ wurde im Jahr 1969 eigens zur Verbesserung der Finanzen des Vereins für Kinderstuben e.V. ins Leben gerufen. Solinger Vereine spendeten ihre dort erzielten Erlöse.
Die inzwischen traditionelle „Zöppkesmahlzeit“ ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung, die seit 1970 jährlich zum Zwecke der Unterstützung des Vereins stattfindet.
Auch der Erlös der „Zöppkesmarktlotterie“ kommt dem Verein zugute.
Direkt oder indirekt dürfte sich somit jeder Solinger schon einmal an der Finanzierung der Solinger Kinderstuben beteiligt haben!
Die Kinderstuben sagen „Danke“!
Heute, fast 50 Jahre nach Vereinsgründung, betreuen und fördern die Einrichtungen des Vereins nicht mehr ausschließlich arme Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
(Wie unter 1 dargestellt, sind unsere Einrichtungen, die sich überwiegend in Wohnsiedlungsgebieten befinden, Stadtteileinrichtungen mit einem Angebot an alle Kinder und Familien des Stadtteils.)
Gleichwohl steht der Verein wie auch seine sozial engagierten Mitarbeiterinnen in der Tradition Kümpels und identifiziert sich weiterhin voll und ganz mit seinen Leitgedanken:
Nämlich das Kind und seine Lebenssituation in den Fokus zu nehmen und schwierige Lebenslagen sowie (drohende) Benachteiligungen nach Möglichkeit abzufedern.
Eine große Bandbreite besonderer Förder- und Unterstützungsmaßnahmen ist Ausdruck dieses Selbstverständnisses: Sprachfördermaßnahmen, Kurse, Beratungsangebote, Ferienfreizeitangebote und viele Leistungen mehr.

Der Verein ist inzwischen längst fester Bestandteil der Bildungs- und Soziallandschaft Solingens und mit seinen vier Einrichtungen und umfassenden Angeboten hier auch nicht mehr wegzudenken. Er erfreut sich großer Bekanntheit auch in der Gesamtbevölkerung und genießt besonderes Vertrauen, was sich natürlich auch in der großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen widerspiegelt. Besonders wichtig und sogar überlebenswichtig für den Verein ist jedoch die nicht nachlassende Spendenbereitschaft. Ohne Spenden, die wir Jahr um Jahr fest in unsere Finanzplanung einrechnen, wäre nicht nur das besondere Leistungsspektrum, sondern auch die Existenz der Einrichtungen an sich bedroht.
Wir sind und bleiben weiterhin auf Spenden angewiesen, um unsere Arbeit fortsetzen zu können.

Unser Geschäftskonto:
Verein für Kinderstuben e.V. 
Stadt-Sparkasse Solingen
IBAN: DE42 3425 0000 0000 0251 71

Unser Spendenkonto:
Hans Kümpel Stiftung
Förderverein für Solinger Kinderstuben e.V.
Stadt-Sparkasse Solingen
IBAN: DE16 3425 0000 0005 0669 23